für Gartenbau und Landespflege Kulmbach
coll

Abschlussbericht

Wettbewerb des Landesverbands Gartenbau

„Grüne Begegnungs- und Erlebnis(t)räume“

Entscheidung für den Landkreis Kulmbach

ABSCHLUSSBERICHT:

Die Wettbewerbskommission des Kreisverbands aus den Mitgliedern des Vorstands Günter Reif, Ilse Hafner, Wolfgang Sack und Friedhelm Haun

hat sich die gemeldeten Dörfer am Vormittag des 16. Juni 2011 angesehen und ist bei ihrer Bewertung zu folgender Entscheidung gekommen:

1.Preis

(wird auf der Landesverbandstagung am 24. 09. 11 in Dettelbach durch den Bayer. Staatsminister für Umwelt und Gesundheit Dr. Markus Söder verliehen)

Reisergarten des Gartenbauvereins Trebgast

Das vom Straßenbauamt gepachtete Grundstück ist eine Naturoase in zentrumsnaher Lage. Sie ist aber auch eine Kristallisationspunkt des Vereinslebens für Arbeiten, Lernen und Feiern. Die notwendigen Pflegearbeiten werden von einer bis zu 15-köpfigen Truppe geleistet, bei Kursen kann Baumschnitt und Veredlung erlernt werden. Es ist aber auch ein Treffpunkt für jung und alt, im wahrsten Sinne des Wortes eine Mehrgenerationenanlage.

Die Jugendgruppe Rebläuse pflegt hier ein eigenes Beet und Weinstöcke, mit den Eltern wurde ein Baumhaus gebaut.

Der Garten ist aber auch überregionaler Knotenpunkt, etwa beim Tag der offenen Gartentür, bei Treffen mit Gartenfachleuten bei den Veranstaltungen zum Ferienpass des Kreisjugendrings und bei der Abgabe von Veredlungsreisern an Interessenten.

Die Begegnung mit der Natur ist hier in besonderer Weise möglich: am Wildbienenstand, beim Bienenvolk und bei den verschiedenen Nistgelegenheiten, die für unterschiedliche Tiergruppen vorgehalten werden.

Der Gartenbauverein erfüllt schon seit fast 20 Jahren diesen Garten mit einem hohen ehrenamtlichen Einsatz mit Leben.

2. Preis

(wird auf der Jahrestagung des Bezirksverbands Oberfranken für Gartenbau 2012 verliehen)

Neuanlage und Pflege öffentlicher Flächen in der Ortsmitte von Feulersdorf

Der Gartenbauverein hat in der letzten Zeit die Neuanlage und Pflege vieler öffentlicher Flächen in die Hand genommen. Dabei wurde die Hül (Dorfweiher), die unter dem Einsatz vieler Bürger vor Jahren vor dem Verfüllen gerettet wurde, neu gestaltet und erlebbar gemacht. Sie ist gleichzeitig das Zentrum des Orts, wo bei einer neuen Sitzgruppe sich die Bürger treffen, wo die Kinder Beerensträucher ableeren und auf den Dorfweiher Schlauchboot oder Schlittschuh, je nach Jahreszeit, fahren.

Der Weiher ist voller Leben: Kaulquappen, Libellen und Schwalben sind hier und lassen sich beobachten. Die Ortsmitte wurde zusätzlich mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt, an einer markanten Stelle ist ein Rosenbeet entstanden. Die Kinder, die sich in einer Gartenbaujugendgruppe zusammenfinden, haben ein Beet zur Betreuung bekommen. So bietet das Dorfleben in einer grünen Umgebung vieles für jung und alt.

Besonders beeindruckend ist, dass die Dorfgemeinschaft die Pflege in der Ortschaft allein übernimmt, gemeinsam zu arbeiten und zu feiern versteht und das Erleben der dörflichen Gemeinschaft für alle Generationen bietet.

3. Preis

(wird bei der Hauptversammlung des Kreisverbands Gartenbau 2012 verliehen)

Kneippanlage Ebersbach, die vom örtlichen Gartenbauverein betreut wird

Ein Ort zum Auftanken für die Gesundheit in herrlicher Landschaft am Rand des Walds ist seit 40 Jahren die Kneippanlage in Ebersbach. Wasserzulauf aus einer Quelle im Hang und der Umgriff des Wassertretbeckens werden vom Gartenbauverein seit vielen Jahren in Ordnung gehalten und auch gesäubert, wenn hier „gefeiert“ worden ist. Das Wasser ist so gut, dass gleich nebenan die Wassergewinnungsanlage der Gemeinde Ködnitz angelegt wurde.

Auf jeden Fall ist der Platz ein Anziehungspunkt für jung und alt, für die Bewohner von Ebersbach, wie für Wanderer und Radler. Auch Veranstaltungen finden hier statt, besonders herauszuheben ist der Himmelfahrtsgottesdienst der Auferstehungsgemeinde.

Aber auch eine Kulmbacher Schule hat sich beim Malwettbewerb über das „Kneippen“ mit dieser Gesundheitsstation befasst; die Bilder sind in einem Schaukasten zu sehen.

Der Einsatz über die Pflege der Anlage durch den Gartenbauverein über so viele Jahre ist auf jeden Fall alle Anerkennung wert.

Friedhelm Haun
Kreisfachberater für Gartenbau
Leiter der Kommission